Bilder SEO – 7 Tipps für die Suchmaschinenoptimierung von Bildern

Bilder SEO Beitragsbild

Wenn der Begriff SEO fällt, dann denken die meisten an die Suchmaschinenoptimierung von Texten, Überschriften und performanten Webseiten etc. Was oft vernachlässigt wird, ist die Optimierung von Bildern für die Suchmaschinen. Doch warum sollte man Bilder optimieren?

Gründe für Bilder SEO

Nun, dafür gibt es zahlreiche Gründe. Durch eine geringere Ladezeit ergibt sich eine deutlich bessere Nutzererfahrung, da Seiten und Inhalte schnell verfügbar sind. Wer die Metadaten von Bildern pflegt hilft Menschen mit Sehbehinderung beim Lesen der Webseite und macht diese somit Barrierefrei. Gute und optimierte Bilder helfen der gesamten Webseite mehr Relevanz und Autorität für ein Thema zu bekommen und helfen somit auch dem SEO für die Webseite an sich. Und letztendlich sorgen Bilder, welche bei Google gut ranken, auch für mehr Traffic durch die Bidlersuche von Google.

Online Erfolgreicher erhält durch Bilder fast 25% aller Klicks in der organische Suche von Google.

 

Bilder SEO - Beispiel für Google Bildersuche
Die Google Bildersuche wurde Anfang 2017 grundsätzlich überarbeitet, sodass ein Klick heute nicht mehr direkt zur Webseite führt, sondern ein Vorschaufenster angezeigt wird.

 

Hier nun die 7 wichtigsten Punkte für die SEO Optimierung von Bilder.

7 Tipps für die SEO Optimierung von Bildern

1. Dateigröße und Dateiformat

Wie oben erwähnt, hat die Ladezeit von Webseiten einen großen Einfluss auf das Ranking innerhalb der organischen Suche bei Google. Deshalb sollte die Dateigröße von Bildern so klein wir möglich gehalten werden. Mehr als 100-150 KB sollten es nicht sein. Kleiner Dateien sind immer besser.
Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch das Dateiformat. Hier haben sich drei Formate im Netz etabliert: GIF, JPG, PNG. Wenn es um die Qualität von Grafiken und schematischen Bildinhalten geht, eignen sich GIF und PNG, wohingegen sich das JPG Format sehr gut für Fotos eignet. Wer GIF verwendet, sollte bedenken, dass Farben hier deutlich reduziert werden (max. 256 Farben). Der große Vorteil des GIF Formats ist, dass sich hiermit auch kleine Animationen und Filme als Grafiken einbinden lassen.

2. Bildgröße

Neben der Dateigröße sollte man auch auf die Bildgröße, also die Dimensionen des Bildes, achten. Grundregel lautet hier, niemals größer hochladen, als es letztendlich verwendet wird. Dies hat zwar keinen direkten Einfluss auf die Suchamschinenoptimierung, jedoch einen deutlichen Einfluss auf die Qualität und Dateigröße. Wer ein Bild im Format 800×600 Pixel in seiner Webseite verwendet, sollte das Bild auch genau in dieser Größe abspeichern und hochladen.
Grundsätzlich mögen Nutzer große Bilder. Bilder im Briefmarkenformat haben heute kaum mehr eine Chance vernünftig zu ranken. Im Web findet man sehr oft die Angabe, dass die Kante eines Bildes mindestens 300 Pixel betragen soll. Das ist aber veraltet. Besser sind Kantenlängen mit 640 Pixel oder mehr. Letztendlich möchte der Nutzer ja auch etwas auf dem Bild erkennen. Größere Bilder werden bei Google in der Regel auch deutlich häufiger geklickt, als kleine Bilder. Apropos häufig geklickt. Statistiken zeigen, dass Google das Querformate stärker ausgespielt und geklickt werden als Bilder im Hochformat. Querformate lassen sich auch in der Bildersuche bei Google optisch ansprechender darstellen. Durch das Querformat lassen sich auch mehr Bildinhalte darstellen, als im Hochformat. Durch unnütze Balken rechts und links wird im Querformat kein Platz verschwendet.

3. Dateiname und URL

Leider wird der Dateiname von Bildern sehr oft vernachlässigt. Er ist aber für Google immer noch ein sehr wichtiger Indikator für das Ranking zu bestimmten Keywords. Auch der Dateiname beschreibt, was auf einem Bild zu sehen ist. Aus diesem Grund sollten hier immer komplette Wörter, gerne auch Keywörter, verwendet werden. Mit Abkürzungen oder Kürzeln kann Google hingegen nichts anfangen. Wenn auf einem Bild eine Tomate zu sehen ist, dann sollte das Bild auch tomate.jpg heissen.

Einzelne Wörter werden im Dateinamen mit einem Bindestrich getrennt. Häufig findet man auch die Trennung von Begriffen mit einem Unterstrich z.B. tomate_reif.jpg. Der Unterstrich gilt jedoch als verbindendes Element, der Bindestrich hingegen als trennendes Element. tomate-reif.jpg stellt sicher, dass Google die beiden Begriffe als eigenständige Wörter identifiziert. Das gilt auch für die URL, unter der das Bild erreichbar ist. Auch die URL sollte eindeutige Wörter für die Ablage von Bildern verwenden. Z.B. /gemuese/tomaten/tomate.jpg (eigentlich ist sie ein Beerenobst).

4. Alt Attribut

Neben dem Dateiname ist das Alt Attribut sicherlich die wichtigste Auszeichnung, um Google den Inhalt des Bildes näher zu bringen. Alt kommt von engl. alterantiv. Dieser Text wird ggf. angezeigt, wenn das Bild selbst aus technischen Gründen nicht dargestellt werden kann. Das Alt Attribut sollte also den Inhalt so gut wie möglich beschreiben. Dieser ist auch unter dem Aspekt der Barrierefreiheit wichtig. Menschen mit Sehbehinderung bekommen dieses Text vorgelesen.

5. Title Tag

Der Title Tag spielt eine eher untergeordnete Rolle im Bilder SEO. Er erhöht jedoch die Benutzerfreundlichkeit, indem er angezeigt wird, sobald der Nutzer mit der Maus über das Bild fährt. Auch die Nutzererfahrung spielt inzwischen eine große Rolle bei der Suchmaschinenoptmierung.

6. Mehrfachverwendung von Bildern

Während das mehrfache verwenden von Texten im Bereich SEO eher hinderlich ist (duplicate content), so wirkt sich der mehrfache Einsatz von Bildern positiv auf das Ranking aus. Die mehrfache Verwendung unter Beibehaltung der Metadaten sorgt für eine höhere Relevanz des Bildes. Aber achten Sie unbedingt auf den Kontext des Bildes. Wird das gleiche Bild in unterschiedlichen Kontexten benutzt, so verwässert das auch die Relevanz für das Bild. Wird beispielsweise das Bild einer blonden Frau mit Brille einmal im Kontext blonde Haare, und einmal als Produktbild für die Brille verwendet, kann Google dies nicht mehr klar zuordnen. Dies ist übrigens auch ein Grund, die Verwendung von Stockbildern zu vermeiden, da diese im Web in unzähligen unterschiedlichen Kontexten angezeigt werden.

7. Umgebender Text

Google prüft nicht nur das Bild und seine Metadaten. Google prüft auch den Text, der im direkten Umfeld des Bildes zu sehen ist. Dazu zählen die Bildunterschrift, aber auch der Absatz oder Überschriften in denen das Bild eingebunden wurde. Es klingt logisch, dass diese irgendwie zu dem Bild passen müssen. Oftmals werden Bilder aber als auflockerndes Element oder als „Verzierung“ benutzt. In so einem Fall wird das Ranken des Bildes sehr schwierig werden.

Fazit

Sie sehen, auch im Bereich SEO für Bilder gibt es einige Spielregeln, die man beachten sollten. SEO für Bilder macht eigentlich kaum Arbeit, wenn man sich einmal an einen Prozess für die Erstellung von Bildern fürs Netz gewöhnt hat.

Zum Schluss hier noch ein beispielhafter Prozess für die SEO Optimierung von Bildern.

Prozess für Bildoptimierung

  1. Bild inhaltlich optimieren, zurecht schneiden, schärfen, anpassen etc.
  2. Bild in die benötigte Größe umrechnen. Z.B. 800×600 Pixel.
  3. Bild im richtigen Format mit Komprimierung abspeichern (max. 150 KB).
  4. Dateiname anpassen und ggf. Keywörter einfügen.
  5. Bild hochladen und Metadaten anpassen: Alt Attribut, Title Tag.
  6. Bild im richtigen Kontext einbinden und eine passende Bildunterschrift wählen.

Vorsichtig sollte man bei Bildern mit nicht jugendfreien Inhalten sein. Wird ein Bild von Google einmal als nicht jugendfrei oder illegal eingestuft, kann sich dies auf alle Bilder innerhalb der Domain und letztendlich auch auf die Webseite auswirken.

Noch nicht genug SEO? Hier findest Du 10 weitere Tipps für die SEO OnPage Optimierung.

Stefan Ponitz
Über Stefan Ponitz 58 Artikel
Seit über 15 Jahren arbeitet Stefan Ponitz in der Online und Medienbranche für verschiedene Unternehmen und Agenturen im Bereich Online Marketing und e-Commerce. Daneben schreibt er Fachartikel und ist immer wieder als Speaker auf verschiedenen Veranstaltungen anzutreffen. Mit seiner Marketing Beratung fokus: e-Commerce betreuet er mittelständige Kunden in den Bereichen: Online Marketing, E-Commerce, Conversion Optimierung & Web-Analytics.

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